Oliver FritzEnergielösungen
Muster-Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

StromVKG: Kapazitätszuschlag für ein 2-MW-Biogas-BHKW

Stundenscharfe Muster-Wirtschaftlichkeit. Erdgas-, Kosten- und Fahrweisen-Sensitivität. Vergleich zum EEG-Neubau.

Musterbericht 2 MW · 1,7 MW reduziert Segment Erzeugungskapazitäten Bundestagsbeschluss 09.07.2026
ErstelltJuli 2026
QuellenbasisGesetz (BT 09.07.2026) · FvB · top agrar · BNetzA
Rechenmodell8.760-h-Spotprofil, EPEX 2024/25-kalibriert
Auf einen Blick

Die Kapazitätsprämie trägt — die Kostenstruktur entscheidet.

Max. Prämie / Jahr
415 T€
1,70 MWred × 244.000 €/MW. Fix, 15 Jahre, strompreisunabhängig.
Basis-Ergebnis / Jahr
+208 T€
Nach Kapitaldienst + Fix. Substrat 120 €/MWh (illustrativ, oft höher).
Break-even Substrat
~130 €/MWh
Energiegeschäft ab hier defizitär. Gesamtergebnis kippt ab ~180 €/MWh.
Hebel-Verhältnis
~30×
Substrat wirkt rund 30-mal stärker als der Erdgaspreis.

ErgebnistreiberErdgaspreis: ±22 T€/Jahr. Substratkosten (60–200 €/MWh): +508 bis −192 T€/Jahr. Investitionskosten. — Nicht der Erdgaspreis.

Grundlagen

Was das StromVKG für Biogas ändert.

Kapazitätsmarkt: jährliche Prämie für gesicherte Leistung, per Auktion erboten, mit Abschöpfung. Systematik wie EEG-Flexzuschlag.

Höchstgebotswert244.000 €/MWred·a
Bezugreduzierte Leistung
Umrechnungsfaktor Gasmotor0,85
2 MW installiert ⇒ reduziert1,70 MW
Mindestgröße Teilnahme1 MWred
Verpflichtungszeitraum15 Jahre
Mindestinvestition (15 J)431.000 €/MWred
Doppelförderung EEG/KWKGausgeschlossen
Passendes SegmentErzeugungskapazitäten
Auktion / Volumen18.05.2027 · 2 GW

Nur neues Satelliten-BHKW

EEG-/KWKG-Anlagen ausgeschlossen. Einnahmen: Kapazitätsprämie + Spotvermarktung, keine EEG-Vergütung.

Höchstwert ≠ garantiert

244.000 € = Auktions-Obergrenze (im Bundestag von 173.000 € angehoben, beschlossen 09.07.2026). Tatsächlicher Zuschlag ggf. niedriger.

Mechanik I · Preisspitzenausgleich

Der Ausübungspreis ist ein Erlösdeckel — kein Bonus.

Spot über Ausübungspreis → Differenz × reduzierte Leistung abzuführen (CfD-Logik, produktionsunabhängig). Effektiver Erlös je MWh gedeckelt auf den Ausübungspreis.

Preisdauerlinie Day-Ahead & Ausübungspreis-Schwellen
Modellprofil, kalibriert an EPEX Day-Ahead Deutschland 2024/25 · absteigend sortierte Stundenpreise
Spotpreis (sortiert) Ausübungspreis (Erdgas 40 → 210 €/MWh) Substratkosten 120 €/MWh

Biogas am Erdgas-MaßstabAusübungspreis = fiktive Gasturbine (η 33 %) aus Erdgas-Spot + CO₂. Biogas-Kosten hängen am Substrat, nicht am Erdgas. Spot > 210 €/MWh nur in ~4 % der Jahresstunden — Abschöpfung trifft nur die Spitzen.

Mechanik II · Erdgas-Kopplung

Fällt der Erdgaspreis, fällt der Deckel — die Kosten bleiben.

Ausübungspreis skaliert ~3:1 mit dem Erdgaspreis (η 33 %). Billiges Erdgas → Deckel unter Substratkosten → Lieferpflicht ohne Kostendeckung.

Ausübungspreis in Abhängigkeit vom Erdgas-Spotpreis
CO₂-Preis konstant 70 €/t · Ankerpunkt 40 €/MWh Gas → 210 €/MWh (belegt: FvB + Gesetzesbegründung)
Ausübungspreis (Abschöpfung ab hier) Hochpreisschwelle +150 €/MWh (Verfügbarkeitspflicht) Substratkosten-Band 120 €/MWh
Wirtschaftlichkeit · Basisszenario

Vom Prämien-Euro zum Jahresergebnis.

Basis: Erdgas 40 €/MWh, Substrat 120 €/MWh (illustrativ), 2.500 Vbh. Beträge in €/Jahr.

Ergebnisbrücke (Wasserfall)
Kapazitätsprämie und Spoterlös gegen Substrat, Abschöpfung, Fixkosten und Kapitaldienst

Basis-Annahmen (Modell)

Kapazitätsprämie1,70 MW × 244 T€ = 415 T€
Investition2,0 Mio €
Kapitaldienst193 T€ (5 %, 15 J)
Fixkosten O&M/Versich.60 T€
Stromproduktion5.000 MWh (2.500 Vbh)
Ø-Spot Betriebsstunden132 €/MWh
Substratkosten120 €/MWh (günstig angesetzt)
Jahresergebnis+208 T€

Energiegeschäft (Spot − Substrat − Abschöpfung): +46 T€. Werttreiber ist die Prämie.

Sensitivität I · Erdgaspreis

Erdgaspreis wirkt — nur über die Abschöpfung.

Niedriger Erdgaspreis → niedriger Ausübungspreis → mehr Abschöpfung. Spanne 20–60 €/MWh: ±22 T€.

ErdgasAusübungspr.AbschöpfungEnergie-nettoErgebnis/a
20 €/MWh149−31 T€+30 T€+192 T€
30 €/MWh180−20 T€+40 T€+203 T€
40 €/MWh210−15 T€+46 T€+208 T€
50 €/MWh240−11 T€+50 T€+212 T€
60 €/MWh271−8 T€+53 T€+215 T€

Referenz: Gas THE Day-Ahead 2024 ≈ 35 €/MWh.

Jahresergebnis über Erdgaspreis
Substratkosten konstant 120 €/MWh · flacher Verlauf = geringe Erdgas-Sensitivität
Sensitivität II · Kostenstruktur

Die Substratkosten sind der dominante Hebel.

Gleiche Anlage, andere Substratkosten: +508 bis −192 T€. Hier entscheidet sich die Teilnahme — nicht am Erdgaspreis.

Jahresergebnis über Substrat-Grenzkosten
Erdgas konstant 40 €/MWh · Nulllinie bei ~180 €/MWh Substratkosten
SubstratEnergie-nettoErgebnis/a
60 €/MWh+346 T€+508 T€
90 €/MWh+196 T€+358 T€
120 €/MWh+46 T€+208 T€
150 €/MWh−104 T€+58 T€
180 €/MWh−254 T€−92 T€
200 €/MWh−354 T€−192 T€

„Rohbiogas ≈ doppelt so teuer wie Erdgas" (top agrar). Netto-Substratkosten je nach Mix/Wärmenutzung 80 bis über 200 €/MWh.

Substratpreis: projektspezifisch, oft höher120 €/MWh = optimistisch (gülle-lastig + Wärmenutzung). Real anlagenindividuell, häufig 180–220+ €/MWh (Mais, geringe Wärmenutzung, steigende Preise). Dann Energiegeschäft defizitär, Teilnahme fraglich. Belastbare Rechnung nur mit realen Substratkosten.

Kombination

Beide Achsen zusammen.

Jahresergebnis (T€) je Erdgas × Substrat. Farbwechsel fast waagerecht: die Zeile (Substrat) entscheidet, nicht die Spalte.

Je Zeile (festes Substrat) über die Erdgas-Spanne nur ~30 T€. Zwischen den Zeilen 700 T€.

Sensitivität III · Zuschlagshöhe

244.000 € sind das Höchstgebot — nicht der Zuschlag.

Der tatsächliche Zuschlag entsteht im Auktionswettbewerb und kann deutlich darunter liegen. Wirkung linear: −10 T€/MW Zuschlag = −17 T€/a Ergebnis (× 1,7 MWred).

Zuschlag €/MWredPrämie/aErgebnis/a
244.000 (Höchstgebot)415 T€+208 T€
220.000374 T€+167 T€
200.000340 T€+133 T€
173.000 (Mai-Entwurf)294 T€+87 T€
150.000255 T€+48 T€
122.000207 T€±0

Basis-Fahrweise 2.500 Vbh, Substrat 120 €/MWh.

Nötiges Mindestgebot je Substratpreis

SubstratMindestgebot für Ergebnis > 0
60 €/MWh0 — trägt sich ohne Prämie
90 €/MWh33 T€/MWred
120 €/MWh122 T€/MWred
150 €/MWh210 T€/MWred
180 €/MWh298 T€ — über dem Höchstwert

Wettbewerbsfähig bieten kann nur, wer günstiges Substrat hat.

Gebotsstrategie hängt am SubstratBei 120 €/MWh Substrat bleibt bis hinunter zu 122 T€/MW Spielraum zum Unterbieten. Bei 150 €/MWh muss das Gebot schon nahe am Höchstwert liegen; ab ~180 €/MWh deckt selbst das Höchstgebot die Kosten nicht — Teilnahme scheidet aus.

Fördersystematik · StromVKG vs. EEG

Zwei Logiken: Bereithalten oder Produzieren.

Gleiches BHKW, zwei Förderwelten: Das StromVKG zahlt einen Fixbetrag je kW fürs Bereithalten. Das EEG garantiert einen Preis je kWh fürs Produzieren.

StromVKG (Kapazitätsmarkt)EEG-Neubau (Ausschreibung)
GrundsatzBereithalten wird vergütetProduzieren wird vergütet
InstrumentKapazitätsprämie €/kW·aSpot + Marktprämie (Zuschlag − Marktwert) + Flexzuschlag €/kW·a
Bezugsgrößereduzierte Leistung (Gasmotor × 0,85)eingespeiste kWh + installierte kW
Höhe (2026)≤ 244 €/kWred·a — Höchstgebot, kein FestwertØ-Zuschlag 18,46 ct/kWh (≤ 19,43) + 100 €/kW·a
VergabeAuktion 18.05.2027 (2 GW)Ausschreibung 2×/Jahr (1.4. / 1.10.)
Dauer15 Jahre20 Jahre
Strompreisrisikobeim Betreiber; Spitzen abgeschöpftZuschlag = Boden; flexible Fahrweise verdient Spot über Marktwert obendrauf
Betriebslogikso wenig wie nötig fahrenteuerste Stunden fahren, bis zum Deckel (2.920 h)

Muster-Rechnung StromVKG

Kapazitätsprämie 1.700 kW × 244 €+415 T€
Spoterlös 5.000 MWh × Ø 132 €+661 T€
Abschöpfung Preisspitzen−15 T€
Substrat 120 €/MWh−600 T€
Fixkosten−60 T€
Kapitaldienst (5 %, 15 J)−193 T€
Jahresergebnis+208 T€

Muster-Rechnung EEG-Neubau

Spoterlös 5.000 MWh × Ø 132 €+661 T€
Marktprämie (18,5 − 8,5 ct Marktwert)+501 T€
Flexzuschlag 2.000 kW × 100 €+200 T€
Substrat 120 €/MWh−600 T€
Fixkosten−60 T€
Kapitaldienst (5 %, 20 J)−160 T€
Jahresergebnis+541 T€

Gleiches Muster-BHKW (2 MW, Invest 2,0 Mio €), gleiche Fahrweise (2.500 Vbh = 5.000 MWh, teuerste Stunden), identischer Spoterlös. EEG-Erlös je MWh = Spot (zeitgleich) + Zuschlag − Marktwert; Marktwert steuerbarer EE = Ø-Spot (Anlage 1 EEG), im Modelljahr 8,5 ct/kWh.

Der Unterschied in einem SatzDas StromVKG zahlt 415 T€/a fürs Bereithalten — jede gefahrene kWh muss sich am Spotmarkt selbst rechnen, Preisspitzen werden abgeschöpft. Das EEG legt auf denselben Spoterlös noch 501 T€ Marktprämie und 200 T€ Flexzuschlag obendrauf. Bei 2.500 Vbh: +541 vs. +208 T€ — die Fixprämie gewinnt nur unter der Flex-Schwelle (~850 Vbh).

EEG-Werte belegt: Ø-Zuschlag Biomasse-Ausschreibung 04/2026 = 18,46 ct/kWh, Höchstwert Neuanlagen 19,43 (BNetzA) · Flexzuschlag 100 €/kW·a gesetzlich (§ 50a EEG, Biomassepaket 2025) · Bedingung 4.000 BVS × ≥ 85 % (§ 50 Abs. 3) · Deckel 11.680 BVS/a (§ 39i Abs. 2a).

Fahrweise · Betriebsgrenzen

Wie wenig — wie viel — muss laufen?

StromVKG zahlt fürs Bereithalten, EEG fürs Produzieren. Die Betriebsgrenzen:

RegimeMinimumbindetMaximum (sinnvoll)bindet
StromVKG~21 h · 42 MWhVerfügbarkeitspflicht in Hochpreis­stunden — sonst keine Produktionspflicht~8.000 h · 16.000 MWhBiogas-Verfügbarkeit (Volllast minus Wartung)
EEG-Neubau850 h · 1.700 MWh1.000 h × 85 % Leistung (4.000 BVS, § 50 Abs. 3) — darunter kein Flexzuschlag2.920 h · 5.840 MWh11.680 Betriebs­viertelstunden/a (§ 39i Abs. 2a) — darüber keine Vergütung; sinkt im Förderverlauf um 4 × 500 BVS

Fixprämie vs. MengenvergütungStromVKG: fixe Kapazitätsprämie 415 T€/a, produktionsunabhängig. EEG: keine Fixkomponente — Flexzuschlag ab 1.000 h × 85 %, Marktprämie je kWh. Wenig-Betrieb im EEG verliert beides.

Regime-Entscheidung

Wer wenig fährt, wählt StromVKG.

Beide Regime über Jahres-Betriebsstunden (Substrat 120, Erdgas 40; EEG zeitgleich: Spot + Marktprämie + Flexzuschlag). Break-even = Flex-Schwelle ~850 h.

Jahresergebnis nach Fahrweise — StromVKG vs. EEG-Neubau
Links vom Schnittpunkt trägt die fixe Kapazitätsprämie, rechts die EEG-Mengenvergütung
StromVKG (15 J) EEG-Neubau (20 J) Schwellen
FahrweiseStromVKGEEG
Minimalbetrieb (~500 h)+211 T€−56 T€
knapp unter Flex-Schwelle (849 h)+222 T€+24 T€
Flex-Schwelle = Break-even (851 h)+222 T€+224 T€
StromVKG-Optimum (1.371 h)+226 T€+333 T€
Basis-Fahrweise (2.500 h)+208 T€+541 T€
EEG-Optimum (2.920 h)+193 T€+610 T€

Regime-Wahl

  • < ~850 h/Jahr → StromVKG. Nur echter Wenig-Betrieb/Backup: zu wenig Stunden für den Flexzuschlag.
  • > ~850 h/Jahr → EEG. Sobald der Flexzuschlag greift, liegt das EEG durchgehend vorn — Abstand wächst bis +417 T€ am Deckel.

Der Break-even ist die Flex-Schwelle selbst: der 200-T€-Sprung hebt die EEG-Kurve bei 850 h über die StromVKG-Kurve. Zeitgleiche Bewertung: flexible Fahrweise erzielt Spot über Marktwert (Ø 132 statt 85 €/MWh) — zusätzlich zur Marktprämie.

Regelwerk · Verfügbarkeitspflicht

Was „verfügbar" heißt — und was Ausfall kostet.

Prüfung nur in Extremvierteln, Zahlung nur bei systemweiter Knappheit. Bindend: der jährliche Funktionsnachweis.

Wie geprüft wird

  • Nur in Hochpreisviertelstunden — Spot > Ausübungspreis + 150 €/MWh (bei Erdgas 40: ab 360 €/MWh). Übrige Stunden zählen nicht (§ 66).
  • Verfügbarkeitsindikator = erbrachte / Soll-Energie je Monat. Indikator 1 = volle reduzierte Leistung in allen Hochpreisvierteln (§ 65, Anlage 6).
  • ÜNB veröffentlichen die Hochpreisviertelstunden täglich bis 14 Uhr für den Folgetag.

Was Nichtlieferung kostet

Fehlmenge (§ 68)red. Leistung × (1 − Indikator)
Ausgleichszahlung (§ 76)Fehlmenge × Verrechnungspreis
Deckel / Maximalzahlung≤ 2× Jahresprämie
Verrechnungspreis (§ 78)= 0, wenn systemweit genug Kapazität da war

Zahlung nur bei systemweiter Knappheit; höhere Gewalt befreit (§ 76 Abs. 4). Im Modell daher kein eigener Kostenblock.

Bindend: Funktionsnachweis (§ 69, § 80)1×/Jahr 10 h ununterbrochen volle reduzierte Leistung nachweisen. Keine Meldung → Leistung = 0, Pönale bis 2× Kapazitätsvergütung. Jahresrevision: verpflichtungsfreie Nichtverfügbarkeit bis 2 Monate (Mai–September, Antrag 12 Monate vorher, § 67).

Quelle: StromVKG §§ 65–81 & Anlage 6 (Regierungsentwurf 13.05.2026; BT-Beschluss 09.07.2026 ändert diese Systematik nicht — angepasst wurden v. a. Höchstwert, Speicher-Kriterien, Standortquoten).

Grenzen der Aussagekraft

Muster, kein Angebot.

Für eine Investitionsentscheidung diese Modellwerte durch reale ersetzen:

Dominiert das Ergebnis

  • Substrat- und Gaskosten: 80 bis über 200 €/MWh je Mix/Wärmenutzung/Bestandsgas. Real oft höher als 120. Spanne bewegt > 700 T€/Jahr.
  • Investition & Finanzierung: hier 2,0 Mio € / 5 % / 15 J. Netzanschluss, Gasleitung, Peripherie verschieben das.
  • Zuschlagshöhe: Höchstwert 244 T€ angesetzt; real ggf. niedriger — s. Sensitivität III (Break-even-Gebot 122 T€/MW bei Substrat 120).
  • Vollbenutzungsstunden: hängt an Gasmenge und Fahrweise; hier 2.500 Vbh.

Im Modell vereinfacht

  • Spotpreis-Profil: Modelljahr (EPEX 2024/25-kalibriert), kein realer Lastgang.
  • Verfügbarkeitspönalen: nicht beziffert (Erwartungswert klein, s. o.).
  • Wärmeerlöse: nur pauschal in den Netto-Substratkosten.
  • EEG-Seite: zeitgleich bewertet (Spot + Marktprämie), aber Marktwert als Jahres- statt Monatswert; perfekte Stundenwahl im Modelljahr unterstellt; BVS-Deckel-Degression (−4 × 500) und § 51b (Spot < 2 ct) nicht abgebildet.
  • Steuern, Degradation, Revision, Inflation und exakte Anlage-7-Formel: nicht abgebildet.
  • Netzanschluss: ohne gesicherten Anschluss zum Erbringungsbeginn Pönalen — K.-o.-Kriterium.

Hebel-ReihenfolgeSubstratkosten > Investition > Zuschlagshöhe > Erdgaspreis. Ohne reale Werte für die ersten drei sagt das Musterergebnis nichts über eine konkrete Anlage.

Fazit & nächster Schritt

Wann sich die Teilnahme rechnet.

  • < ~850 Vbh/Jahr → StromVKG (unter der Flex-Schwelle), darüber EEG. StromVKG = reine Wenig-Betrieb-/Backup-Rolle.
  • Günstiges Substrat (< 130 €/MWh) und wettbewerbsfähiger Zuschlag nötig.
  • Erdgaspreis nachrangig; relevant nur bei zugleich teurem Substrat.
  • Segment Erzeugungskapazitäten (18.05.2027), nur neues Satelliten-BHKW ohne EEG.
  • Netzanschluss zuerst klären.

Nächster SchrittReale Substrat-/Investitionskosten, Bestandsgas-Profil und Spot-Lastgang einsetzen → IRR, NPV, DSCR, Amortisation statt Größenordnung.